Fanclub.
Selbsthilfegruppe.
Suchtpolitische Initiative.
Die beiden Gründer des Fanclubs „Weiß-braune Kaffeetrinker*innen“ lernten sich 1996 in einer Langzeittherapie-Einrichtung nach einem Alkoholentzug kennen. Als langjährige Dauerkartenbesitzer der Nordkurve wollten sie trotz des allgegenwärtigen Triggers weiter Heimspiele erleben. So entstand die Idee, ihre Suchterkrankung sichtbar zu machen und anderen St.Pauli Fans mit Alkoholproblemen zu helfen. Sie trafen sich regelmäßig zum „Weiß-braunen Kaffeeklatsch“ und gingen gemeinsam ins Stadion.
Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Weiß-braunen Kaffeetrinker*innen zu einer Selbsthilfegruppe. Bis heute treffen wir uns jeden 2. Montag im Monat im Fanladen an der Gegengerade – in einem geschützten Raum für Austausch und Unterstützung. Unsere Gemeinschaft umfasst inzwischen auch polytoxe Menschen, Betroffene mit Doppeldiagnosen oder Spielsucht sowie Angehörige und fördernde Mitglieder, die unsere Arbeit finanziell unterstützen.
Da viele Alkoholkranke gleichzeitig an Depressionen leiden, empfehlen wir auch den Fanclub St. Depri, der großartige Hilfe für Betroffene bietet.